In Ligurien wachsen Erdbeeren auf Bäumen

Im Herbst leuchten die roten Früchte des Erdbeerbaums in den Macchien und an den Hängen der Mittelmeerküste. Die 2,5 cm grossen Früchte mit der leuchtendroten, warzigen Oberfläche schmecken zwar nicht so gut wie richtige Erdbeeren, haben aber mit ihrem Aussehen dem Baum zu seinem Namen verholfen. Mancherorts werden die Schein-Erdbeeren zu Marmelade und Likör verarbeitet. Man kann sie auch direkt vom Erdbeerbaum pflücken und probieren. Zuviel rohe Früchte sollte man aber nicht essen, denn grössere Mengen können zu Übelkeit führen.

Wir waren jedoch nicht nur wegen des Erdbeerbaums an der Riviera di Levante südöstlich von Genua. Unser Hauptziel war das Erkunden neuer Wege für die Wanderferien im Mai 2020. Bei besten Wetterverhältnissen konnten wir während vier Tagen Wanderwege durch Steineichenwälder und Olivenhaine, von Bergdörfern im Hinterland über aussichtsreiche Bergkämme bis zur Küste erwandern. Dabei entdeckten wir spezielle Restaurants, Apero-Bars und natürlich feine Gelaterias. Lasst euch überraschen und kommt mit uns vom 3. bis 8. Mai 2020 – Ligurien, wandern und geniessen.

 

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bella Italia – Frühling am Mittelmeer

Die Sonne wärmt uns auf der Bootsfahrt von Camogli zum Startpunkt unserer ersten Wanderung. Kaum zu glauben, dass wir erst vor sieben Stunden den Bus im nasskalten Sargans bestiegen haben. In Punta Chiappa verlassen wir das Schiff und beginnen unsere Angewöhnungstour mit dem Aufstieg zur ältesten Kirche Liguriens. Die Chiesa San Nicolò di Capodimonte wurde im 12. Jahrhundert an aussichtsreicher Lage hoch über der Küste gebaut. Nach einer kurzen Besichtigung wandern wir via San Rocco zurück zum Hotel. Das Abendessen im Strandrestaurant rundet den Beginn der Wanderferien kulinarisch ab.

Das lebendige Hafenstädtchen Camogli ist die Basis für unsere Exkursionen durch die abwechslungsreichen Wandergebiete. Der mittelalterliche Ortskern befindet sich auf der Halbinsel um die Kirche mit verwinkelten Gassen und dem Hafen. Anfang des 19. Jahrhundert zählte Camogli zu den bedeutendsten Seefahrer-Städten Europas und besass mehr Schiffe als Genua.

Mit Zug, Bus und Schiff erreicht man bequem die schönsten Orte der Riviera del Levante. So besuchten wir jeden Tag ein unterschiedliches Wandergebiet. Die Küstenwanderung bei Sestri Levante, eine Bergtour vom abgelegenen Bergdorf Chingero aus oder Exkursionen im Parco Naturale di Portofino – jede Wanderung hat ihren eigenen Charakter und es bleibt immer Zeit, um ein neues Städtchen zu erkunden oder in einem kleinen Ristorante ligurische Köstlichkeiten zu probieren.

Wie immer wenn es schön ist, die Zeit vergeht viel zu schnell. Aber zum Glück gibt es vom 7. – 12. Mai 2017 die nächste Gelegenheit die ligurische Mittelmeerküste wandernd kennenzulernen.

Jura erwandern

Der Jura ist eine der schönsten und vielfältigsten Wanderregionen der Schweiz. Aussichtsreiche Jura-Ketten, wilde Schluchten, endlose Wälder und einzigartige Wytweiden laden zu Streifzügen ein.

Die Auffahrts-Wanderungen der St. Galler Wanderwege im Jura haben eine lange Tradition. Während vier Tagen ist ein 3-Stern Hotel die Basis. Der Komfort-Wanderbus bringt die Wanderinnen und Wanderer von der Ostschweiz in den Jura und täglich in ein neues Gebiet.

Die Aussichtswanderung von Weissenstein nach Obergrenchenberg wurde bei herrlichem Wetter genossen. Gut ausgerüstet ist Dauerregen kein Hinderungsgrund und das Naturreservat Grande Caricaie am Neuenburgersee eine passende Variante. Zur Besteigung des Mont d’Or strahlte die Sonne bereits wieder vom blauen Himmel. Am Abschlusstag wurde die naturnahe Kulturlandschaft in der Umgebung von La Brévine durchwandert.

 

Hier sein ist herrlich

Schrieb der Dichter Rainer Maria Rilke, der in den 1920er Jahren öfters zur Kur in Bad Ragaz weilte. Er liebte das heilende Wasser und die Berge. Hätte er dies wohl auch gesagt, wenn er 600 Jahre früher hier gewesen wäre? Damals war das Thermalwasser in der Taminaschlucht nur über einen mühsamen Abstieg von Pfäfers her erreichbar. Um zur Thermalquelle zu gelangen, mussten sich die Heilungsuchenden in die 70 m tiefe Schlucht abseilen. In der feuchten, kalten, düsteren Umgebung verweilten die Kranken während Tagen und badeten in dem 36,5 ° C warmen Thermalwasser.
Heute ist die spektakuläre Schlucht einfacher erreichbar. Die Geschichte der Thermalquelle und des Alten Bad Pfäfers begleitete uns auf dieser Wanderung. Einzig beim steilen Aufstieg nach Valens kam man ein wenig ins Schwitzen. Dafür wurden wir bei Monika & Mariano in der Chrinna Pizza mit vorzüglichem Capuns, selbst kreierter und gemachter Pizza verwöhnt.
Hier sein ist wirklich herrlich! Ein schöner Ort den abwechslungsreichen Wandertag gemütlich ausklingen zu lassen.

Fotos Hanspeter Gabathuler, Margrit Roduner Gabathuler

Gratwanderung

Zum Säntisgipfel führen einige spektakuläre Bergwege. Die Verbindung vom Rotsteinpass zum Säntis über den Lisengrat gehört sicher zu den Eindrucksvollsten.  Die SAC Sektion Säntis erstellte 1904/1905, oder besser brach diese Route aus den Felsen.

Der Werdenberger & Obertoggenburger berichtete am 5. September über diese Wanderung. Lesen Sie mehr hier.

Fotos 2, 3, 5, 6 Doris Büchel

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