Schneeschuhtraum Spitzmeilen

Wechselhaftes Wetter hat SF Meteo angekündigt. Wird diese Prognose ins ‚Schwarze‘ oder vielleicht ins ‚Blaue‘ treffen?  Es lohnt sich doch bei fast jedem Wetter draussen zu sein. Als wir Thomas Bucheli bei der Maschgenkammbahn entdecken, sind wir endgültig überzeugt, „so schlimm kann es nicht werden“.

So starten wir hoffnungsvoll bei blauem Himmel in den Flumserbergen. Doch zwei Stunden später stapfen wir im tosenden Schneesturm der Spitzmeilenhütte entgegen. Nur noch rein in die warme Stube. „Das war’s dann wohl für heute“ sind wir uns einig. Doch während wir die warme Suppe geniessen, strahlt schon wieder der blaue Himmel durch die Panoramafenster.
Schnell sind die Schneeschuhe angeschnallt und wir erleben eine unverhoffte Nachmittagsrunde bei traumhaften Bedingungen. Dem Föhn sei Dank.

In der Nacht schneit es und der Wind rüttelt an der Hütte. Laut Prognose sollte es am Sonntagvormittag aber wieder niederschlagsfrei sein. Dass uns jedoch am Valentinstag gleich wieder herrlicher Sonnenschein erwartet, hätten wir in unseren kühnsten Schneeschuhträumen nicht erhofft. Durch herrlichen Pulverschnee ziehen wir unsere Spur in Richtung Spitzmeilen. Der zeitweise stürmische Föhn bläst Schneefontänen über die Bergrücken und zaubert faszinierende Windspiele über die Schneefläche. Den vom starken Wind in Schneewolken verhüllten Wissmilen Gipfel lassen wir heute links liegen und geniessen unseren Schneeschuhtraum in einer gemütlichen Runde durch die Weiten des Spitzmeilengebietes.

In der Alp Fursch schliessen wir das perfekte Wochenende in lustiger Runde mit Hollywood reifen Valentinstags Geschichten ab.

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Hoch über dem Walensee

Imposante Aus- und Tiefblicke sind unsere Belohnung nach der dreistündigen Schneeschuhwanderung im Toggenburg über verschneite Alpweiden und dem Aufstieg ins Frümseltal. Wir stehen in der Lücke zwischen dem Brisi und Frümsel, zwei der sieben Churfirstengipfel. Der Walensee liegt 1600 m direkt unter uns, am Grund der steilen Felswände. Beim aufkommenden Föhn ist die Fernsicht fantastisch und unser Blick schweift vom Kesch bis zum Glärnisch und weiter.

Aber auch im Frümseltal ist die von der Natur gestaltete Landschaft eindrücklich. Rund um die eindrücklichen Felsblöcke hat der Wind wahre Schnee-Kunstwerke geformt. Hier finden wir auch einen geschützten Ort für die Mittagspause.

Nachdem wir uns am herrlichen Panorama satt gesehen haben, steigen wir wieder ab in Richtung Sellamatt. Die Schneeschuhe geben uns einen sicheren Halt im anfangs steilen Gelände. Dann folgt ein gemütliches abwärts ‚gleiten‘ durch den weichen Tiefschnee.